DAS PLEISTOZÄN (ab 1,8mio-heute)

In Norddeutschland wurden anhand der Reliefstrukturen große Steine (auch Findlinge genannt) gefunden. Forschungen ergaben, dass die großen Steine aus dem nördlichen Regionen Europas stammen (Skandinavien). Daraufhin entstanden folgenden Theorien :.

Vermutung 1

Von 1716-1791 entstand eine Theorie die „Silberschlag“ genannt wurde. Hier nahm man an, dass vor einigen Millionen Jahren starke Vulkanismus in Skandinavien vorhanden war. Durch starke vulkanische Erscheinungen gelangten riesige Felsbrocken aus Skandinavien in das heutige Norddeutschland. Aus dieser Vermutung schlußfolgerte man, dass die vulkankraterähnlichen Vertiefungen in Norddeutschland durch den Vulkanismus verursacht wurden.
Vermutung 2

1827 erstellte Bruch die „Rollstein“- Theorie. Diese Theorie besagte das riesige Schlammfluten aus Skandinavien die Felsbrocken mit sich nahmen.
Vermutung 3

Von 1748-1856 stellte man eine weitere Vermutung auf. Bei der sogenannten „Sintflut“- Theorie sind die Gletscher geschmolzen. Dadurch entstand ein nordisches Diluvialmeer das die Sintflut verursachte und so die riesigen Felsbrocken nach Norddeutschland mit brachte.
Vermutung 4 (richtige Theorie)

1834 erstellte Charpatier die „Gletscher“- Theorie. Im Kalkstein wurden Gletscherschrammen gefunden und so vermutete man, dass das Gletschereis aus dem Norden bis Norddeutschland vorgedrungen ist und riesige Felsbrocken mit sich nahmen


Das Inlandeis kam aus Skandinavien in unsere Region. Es wurden verschiedene Oberflächenformen durch das Inlandeis in unseren Breiten geschaffen. Deshalb gliedert man die Oberflächenstruktur in verschiedene Landschaftstypen. Die Grundmoräne ist der Bereich unter dem Eis, was bedeutet das das Relief der Grundmoräne überarbeitet wurde. Hier lagerten sich beim Rücktau des Eises Grölle, Sande und Kiese ab. Die Endmoräne schließt sich der Grundmoräne an, als der äußerste Bereich des Eises. Das Eis schob riesige Geröllmassen vor sich her. Daran sieht man wie weit das Eis vorgedrungen ist. Die Reliefform Sander grenzt an die Endmoräne und das Urstromtal. Der Sander entsteht durch Abtragungsschutt aus den Inlandeismassen. Das Urstromtal ist eine Schmelzwasserabflussbahn. Es ist der Bereich der von dem Eis nicht berührt wurde. Das Urstromtal kann man als Auffangbecken bezeichnen. Wenn das Eis anfängt zu schmelzen, fließt dann das entstehende Wasser in einem Becken, was auch als Urstromtal bezeichnet wird. Löß sind feine Sande, die durch den Wind verweht wurden und in Deutschland am Rand der Mittelgebirge abgelagert wurden.

Nun stellte sich die Frage wie solche enormen Eismassen entstehen können?


Vermutung 1

Vor Millionen von Jahren gab es während Gebirgsbildung starken Vulkanismus, so dass die ganze Erdoberfläche über Jahrtausende mit Asche überdeckt war. Dies führte zum gefrieren des Wassers und gleichbleibende Temperatur über Jahrtausende um 0 Grad Celsius.
Vermutung 2

Eine andere Vermutung besagte, dass sich die Erdachse verschoben hatte und sich so die Sonneneinstrahlung veränderte. Dies führte zu einem Klimawechsel.
Vermutung 3

Durch die Plattentektonik Verschob sich die Erdkruste so das dies zu einem Klimawechsel führte.
Vermutung 4 (richtige Theorie)

Auf der Erde findet seit 10mio.-100mio. Jahre ein Klimaschwankung statt, die periodisch alle 10000-100000 Jahre von kalt zu warm/warm zu kalt wechselt. Die heutige Wissenschaft ist fähig die planetarische Klimageschichte bis auf 600mio.Jahre zurück verfolgen und sind zu einem Entschluß gekommen, dass alle drei (oben genannten) Theorien teilweise zustimmen. Die Gründe für die Vereisung kann man aus alle drei Theorien zusammen fassen wie z.B. die Gebirgsbildung (Luv/Lee), die Plattentektonik, Schwankung der Sonneneinstrahlung, Ozonlochbildung, etc.

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